Gebühren

 

 

Nehmen und Geben zahlt sich immer in Dankbarkeit aus.

Gebühren

Transparenz

 

Viele Mandanten scheuen den ersten Schritt zum Anwalt, da sie die Kosten nicht abschätzen können. Mir ist Transparenz sehr wichtig, daher werden Sie bei mir zu jedem Zeitpunkt der Beratung über die anfallenden Kosten informiert.

 

Die Höhe der anwaltlichen Vergütung ergibt sich entweder aus dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) oder aus einer Vergütungsvereinbarung. Eine unentgeltliche Tätigkeit oder die Vereinbarung geringerer Gebühren, als das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz für Rechtsanwälte vorsieht, sind gemäß § 49b der Bundesrechtsanwaltsordnung nur sehr eingeschränkt gestattet und können zudem auch einen Verstoß gegen

§ 1 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb darstellen.

 

 

Erstberatung

 

Nach dem RVG beträgt die Erstberatungsgebühr für Verbraucher höchstens 190,00 EUR zuzüglich Auslagenpauschale (20,00 EUR) und gesetzlicher Umsatzsteuer.

 

Erste Beratung bedeutet, der Rechtssuchende wendet sich zum ersten Mal an den Rechtsanwalt wegen einer Angelegenheit, auf die sich seine Bitte um Rat oder Auskunft bezieht. Dabei kann der Rat vom Anwalt mündlich, schriftlich, telefonisch oder per E-Mail erteilt werden.

 

Wenn Sie sich als Unternehmer im Rahmen einer Erstberatung beraten lassen, greift die sog. Kappungsgrenze der Erstberatung in Höhe von 190,00 EUR zzgl. Umsatzsteuer und Kostenpauschale allerdings nicht ein. Die Höhe der Gebühr ist dann vom Wert der Angelegenheit (Gegenstandswert/Streitwert) abhängig.

 

Ich werde Sie vorab informieren, damit die Kosten für Sie zu jedem Zeitpunkt der Beratung transparent bleiben.

 

 

nach der Erstberatung/während des Mandats

gesetzliche Gebühren

 

Sobald der Rechtssuchende dem Anwalt den Auftrag erteilt, seine rechtlichen Interessen außergerichtlich oder gerichtlich zu vertreten, entfällt die Höchstgrenze für Beratungsgespräche und die Gebühren richten sich nach dem Gegenstandswert.

 

Dieser entspricht z.B. bei einer Geldforderung deren Höhe, bei Mieträumungsstreitigkeiten einer Jahresmiete, bei Vertragsaufhebungen dem Wert des Vertrages und bei sonstigen Ansprüchen dem geschätzten Wert der Ansprüche, letztlich dem wirtschaftlichen Interesse des Mandanten an der Angelegenheit. Hierfür gibt es gesetzliche Vorschriften, wie der Streitwert zu bestimmen ist.

 

Ausgehend hiervon legt der Gesetzgeber gewisse Gebührentatbestände fest. Im Zivilrecht bedeutet dies, dass, je nach Tätigkeit, bestimmte Honorarsätze in Bezug zum Gegenstandswert abgerechnet werden.

 

Bei außergerichtlicher Tätigkeit können z.B. folgende Gebühren anfallen

 

  • Geschäftsgebühr (0,5 bis 2,5, in der Regel 1,3 gem. Nr. 2300 VV-RVG)
  • Einigungsgebühr (1,5 gem. Nr. 1000 VV-RVG)
  • 1,2 Terminsgebühr für die Wahrnnehmung von Terminen gem. Vorbemerkung 3 Abs. 3 VV RVG

 

 

Kommt es zu einem Prozess (oder wurde Prozessauftrag erteilt), können z.B. folgende Gebühren entstehen:

 

  • 1,3 Verfahrensgebühr gem. Nr. 3100 VV-RVG
  • 1,2 Terminsgebühr für die Wahrnnehmung von Terminen gem. Nr. 3104 VV-RVG
  • 1,0 Einigungsgebühr, Nr. 1000, 1003 VV-RVG

 

 

Diese Gebühren können in jeder Instanz neu anfallen. Im Berufungsverfahren erhöht sich die Verfahrensgebühr auf 1,6, die Terminsgebühr bleibt bei 1,2. Die Einigungsgebühr beträgt 1,3.

 

Für die Vertretung mehrerer Auftraggeber erhöht sich die Geschäftsgebühr bzw. die Verfahrensgebühr um 0,3 für jede weitere Person.

 

Im Übrigen gibt es sog. Anrechnungsgebühren. Wenn der Anwalt zuerst außergerichtlich und dann gerichtlich in derselben Angelegenheit tätig wird, muss der Mandant also neben den Gebühren für die gerichtliche Tätigkeit nur einen Teil der Geschäftsgebühr für die außergerichtliche Tätigkeit zahlen.

 

Diese (nicht abschließend) beschriebenen Gebühren werden dann in Bezug zum Gegenstandswert nach der Gebührentabelle berechnet:

 

 

Gegen-stands-

wert bis......

0,5

1,0

1,2

1,3

1,5

500 €

22,50 €

45,00 €

54,00 €

58,50 €

67,50 €

1.000 €

40,oo €

80,00 €

96,00 €

104,00 €

120,00 €

1.500 €

57,50 €

115,00 €

138,00 €

149,50 €

172,50 €

2.000 €

75,00 €

150,00 €

180,00 €

195,00 €

225,00 €

3.000 €

100,50 €

201,00 €

241,20 €

261,30 €

301,50 €

4.000 €

126,00 €

252,00 €

302,40 €

327,60 €

378,00 €

5.000 €

151,50 €

303,00 €

363,60 €

393,90 €

454,50 €

6.000 €

177,00 €

354,00 €

424,80 €

460,20 €

531,00 €

7.000 €

202,50 €

405,00 €

486,00 €

526,50 €

607,50 €

8.000 €

228,00 €

456,00 €

547,20 €

592,80 €

684,00 €

9.000 €

253,50 €

507,00 €

608,40 €

659,10 €

760,50 €

10.000 €

279,00 €

558,00 €

669,60 €

725,40 €

837,00 €

13.000 €

302,00 €

604,00 €

724,80 €

785,20 €

906,00 €

16.000 €

325,00 €

650,00 €

780,00 €

845,00 €

975,00 €

19.000 €

348,00 €

696,00 €

835,20 €

904,80 €

1.044,00 €

22.000 €

371,00 €

742,00 €

890,40 €

964,60 €

1.113,00 €

25.000 €

394,00 €

788,00 €

945,60 €

1.024,40 €

1.182,00 €

30.000 €

431,50 €

863,00 €

1.035,60 €

1.121,90 €

1.294,50 €

35.000 €

469,00 €

938,00 €

1.125,60 €

1.219,40 €

1.407,00 €

40.000 €

506,50 €

1.013,00 €

1.215,60 €

1.316,90 €

1.519,50 €

45.000 €

544,00 €

1.088,00 €

1.305,60 €

1.414,40 €

1.632,00 €

50.000 €

581,50 €

1.163,00 €

1.395,60 €

1.511,90 €

1,744,50 €

65.000 €

624,00 €

1.248,00 €

1.497,60 €

1.622,40 €

1.872,00 €

80.000 €

666,50 €

1.333,00 €

1.599,60 €

1.732,90 €

1.999,50 €

95.000 €

709,00 €

1.418,00 €

1.701,60 €

1.843,40 €

2.127,00 €

110.000 €

751,50 €

1.503,00 €

1.803,60 €

1.953,90 €

2.254,50 €

...

 

 

 

 

 

Auszug aus der Gebührentabelle, Angaben ohne Gewähr, Stand 01.08.2013

 

Neben den jeweiligen Gebühren erhält der Anwalt für seine Auslagen eine Auslagenpauschale i.H.v. 20 %, höchstens jedoch von 20,00 EUR, Fahrt- und Abwesenheitsgelder sowie die gesetzliche Umsatzsteuer.

 

 

Vergütungsvereinbarung

 

Zwischen dem Rechtsanwalt und dem Mandanten können auch so genannte Vergütungsvereinbarungen geschlossen werden. Bei einer Vergütungsvereinbarung vereinbart der Anwalt mit dem Mandanten eine Vergütung , die von den gesetzlichen Gebühren nach dem RVG abweicht. Bis auf wenige Ausnahmefälle darf aber ein Rechtsanwalt auch in einer Vergütungsvereinbarung keine Vergütung vereinbaren, das niedriger ist als die gesetzlichen Gebühren nach dem RVG.

 

In den Bereichen, für die im RVG keine gesetzlichen Gebühren festgelegt sind soll der Rechtsanwalt auf eine Vergütungsvereinbarung hinwirken. Dies betrifft den gesamten Bereich der außergerichtlichen Beratung, sowie der Ausarbeitung eines schriftlichen Gutachtens und der Mediation.

 

Für diese Fälle eignet sich eine Stundensatzvereinbarung oder eine Pauschalvergütung.

 

 

Rechtsschutzversicherung

 

Soweit Sie über eine Rechtschutzversicherung verfügen, stelle ich gerne für Sie die Deckungsschutzanfrage. Wenn für Ihre Angelegenheit Kostenschutz erteilt wurde, werden von der Rechtsschutzversicherung auch sämtliche Kosten, sowohl Rechtsanwalts- als auch Gerichtskosten, gezahlt. Haben Sie aber mit der Versicherung eine Selbstbeteiligung (häufig 150 Euro) vereinbart, dann müssen Sie bis zu diesem Betrag die entstehenden Kosten selbst tragen.